
25.08.2008 Informationen zu aktuellen Mineralwasser-Test-Veröffentlichungen
Aufgrund aktueller Mineralwasser-Test-Veröffentlichungen sind einige Verbraucher verunsichert: Was hat es mit der Veränderung von PET-Getränken auf sich?
Die Test-Veröffentlichungen beruhen auf Untersuchungen zum Thema Acetaldehyd. Acetaldehyd ist in PET-Flaschen enthalten und kann in das Getränk „migrieren“. Gern möchten wir darauf hinweisen, dass es sich hierbei um keine Diskussion der Gesundheitsgefährdung handelt. Acetaldehyd ist z.B. in Obst und Gemüse in wesentlich höheren Dosierungen enthalten.
Was ist Acetaldehyd?
Acetaldehyd entsteht bei Stoffwechselvorgängen, z.B. auch im menschlichen Organismus, ferner bei alkoholischer Gärung. Es ist natürlicher Bestandteil von Früchten und Gemüse. Es kommt in Essig, alkoholischen Getränken, Kaffee und Zigarettenrauch vor.
Natürliche Acetaldehyd-Konzentrationen in Lebensmitteln (mg/kg bzw. mg/l) z.B.: Fisch 2,5; Weißbrot 4,2-9,96; Birnen 7; Tomaten 0,2-9; Erbsen 1,2-400; Rotwein 7-116; Essig 20-1060 ...
=> Die tägliche Aufnahme von Acetaldehyd über Lebensmittel wird auf 50 bis 200 Milligramm geschätzt.
Welche gesundheitliche Bedeutung hat Acetaldehyd?
Die für Lebensmittel zuständige US-amerikanische Behörde Food and Drug Administration (US-FDA) hat den Zusatz von Acetaldehyd als Geschmacks- und Hilfsstoff zu Lebensmitteln und Getränken als generell sicher eingestuft.
Acetaldehyd wird schnell vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen und im menschlichen Stoffwechsel verarbeitet, der es auch selbst synthetisieren kann.
Wie gelangt Acetaldehyd ins Mineralwasser?
Wird Mineralwasser in Kunststoffflaschen aus PET abgefüllt, so kann Acetaldehyd in geringen Mengen aus diesen Flaschen in das Mineralwasser hineingelangen („migrieren"). Die Menge ist abhängig vom verwendeten PET-Rohmaterial, der Art der Flaschen-Herstellung sowie den Lagerungsbedingungen des Produkts (Dauer, Temperatur). Entstehung und Migration von Acetaldehyd kann durch sog. „Blocker" vermindert werden.
Wie viel Acetaldehyd ist in Mineralwasser enthalten?
In der Regel liegt die Acetaldehyd-Menge, die aus PET-Flaschen in das Mineralwasser migrieren kann, unter 0,02 mg/l (= 20 µg/l) und ist damit verschwindend gering im Vergleich zu den natürlichen Acetaldehyd-Gehalten in Lebensmitteln.
Gibt es Grenzwerte für Acetaldehyd in Mineralwasser?
Ein Grenzwert für Acetaldehyd speziell in natürlichen Mineralwässern ist nicht festgelegt. Die einschlägigen rechtlichen Vorschriften besagen, dass Stoffe aus Packmitteln nur in geschmacklich und geruchlich unbedenklichen und im übrigen technisch unvermeidbaren Mengen in das Füllgut migrieren dürfen. Mineralwasser ist ein sehr geschmackssensibles Produkt, so dass bereits Acetaldehyd-Gehalte von mehr als 0,02 mg/l (= 20 µg/l) unter Umständen geschmacklich feststellbar sind.
Bad Harzburger und Acetaldehyd:
Unser Handeln beruht auf der Erfüllung von Kundenwünschen. Insofern ist für uns selbstverständlich, dass wir gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in unseren Produkten gänzlich vermeiden.
Bei der Diskussion um den Gehalt von Acetaldehyd in Mineralwasser geht es nicht um eine eventuelle gesundheitliche Beeinträchtigung bei Verzehr, denn diese ist hier generell auszuschließen!
Hauptpunkt der Diskussion ist, dass sich der Geschmack von Mineralwasser in PET-Flaschen durch Acetaldehyd verändern kann. Dies betrifft ALLE PET-Flaschen. Um diesem entgegenzuwirken setzen wir so genannte Blocker ein. Aber auch Sie können einer Geschmacksveränderung vorbeugen, da entsprechende Umwelteinflüsse diese Geschmacksveränderung begünstigen: Bitte achten Sie darauf, PET-Ware generell vor Licht und Sonne geschützt zu lagern.
Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit!
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